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Das Gerüst

Ein Gerüst ist aufgebaut.
Man schaut darauf / nach Gegenüber
und würde doch viel lieber
den Blick in andre Ecken lenken.
Stattdessen muß man stetig denken:
Kommt da vielleicht mal einer,
der daran hoch klimmt
und sich aufschwingt etwas zu tun?
Z.B. das Taubenloch verschließen
unterhalb der Kante dort im Dach!
Die Tauben, scheint es, verwundert und pikiert,
denken gleichfalls drüber nach
und trippeln irritiert, her und hin,
wartend, daß etwas passiert.
Täglich steht so das Gerüst
verwaist ans Haus geschmiegt.
Vom Wind gewiegt stört es dort
vom Morgen bis zum Abend keiner
bei seiner Meditation.
(Mich stört das schon.)

Nachsatz:

Das Gerüst ist weg und zu das Loch.
Doch die Tauben sitzen noch
und spötteln über soviel Ungeschick.
Sie haben längst in ihrem Blick
eine neues verbotenes Versteck.

Y.M.Chrzanowski



Zum Gedicht:
Am blauen Teich


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